Was beschäftigt einen Zahntechniker, der in der heutigen Zeit Zahnersatz mit Hilfe von CAD/CAM-Technologien herstellt? Ihm wird bewusst, dass seine Arbeitsweise einem großen technischen Wandel unterworfen ist. Um hier am Zahn der Zeit bleiben zu können muss er zur richtigen Zeit die richtigen Entscheidungen treffen.

Ich habe noch, wie viele andere Zahntechniker auch, in der Ausbildung das Gießen von Metallkronen mit Hilfe des Wachsschmelzverfahrens gelernt. Eine Technik, die sich schon vor vielen hundert Jahren bei der Herstellung von Bronzestatuen von Riace bewährt hat. Die rasanten Veränderungen der letzten Jahre, hin zu digital modelliertem und durch CAM Technologien gefertigtem Zahnersatz verlangen eine sorgfältige Qualitätskontrolle der Objekte auf höchstem Niveau. Dazu benutzen wir zur Vergrößerung ein Mikroskop oder eine Lupenbrille. Auch bei der klassischen Herstellung von Zahnersatz arbeite ich nicht mit dem bloßen Auge sondern verwende optische Hilfsmittel. Jedoch auch hier gibt es nun eine neue Möglichkeit: Die Herstellung von Zahnersatz mit vergrößerter Objektbetrachtung auf einem Bildschirm im 2D oder 3D Modus.

Als ich vor vier Jahren zum ersten Mal ein 2- und 3D-Mikroskop bei Renfert testete, dachte ich sofort an die vielen Aufgaben, die ich in meinem Labor auf eine völlig neue Art und Weise erledigen und an die ergonomische Haltung, die ich für die täglichen Produktionsabläufe einnehmen könnte. Sofort war mir klar, so ein Gerät muss Bestandteil meines Labors werden, sobald es verfügbar sein würde.

1b

1a

Und genauso ist es gekommen: ich habe die großen Veränderungen und die Modernisierung meines Gewerbes miterlebt und finde es daher logisch nun auch mit neuester Technologie die Ergebnisse meiner Arbeit zu betrachten.

Ich möchte hier nicht verschweigen, dass ich zu Beginn beim Arbeiten mit dem EASY view 3D von Renfert Schwierigkeiten hatte mich an eine neue Arbeitsweise zu gewöhnen. Meine Augen waren es naturgemäß gewöhnt, das Objekt in meinen Händen und nicht auf dem Monitor, auf dem sich alles in Echtzeit abspielt, zu betrachten. Dieser Herausforderung habe ich mich aber gerne gestellt und festgestellt, dass das häufige Arbeiten mit dem EASY view 3D rasch zu einer Gewöhnung an die neue Arbeitsweise geführt hat. Unser Gehirn ist sehr schnell in der Lage umzudenken und daher war die Umgewöhnung für mich nicht schwierig.

Und diese Investition hat sich gelohnt, denn bald zeigte sich, dass das 3D Video Mikroskop in vielen Produktionsabläufen im Labor nützlich ist: angefangen von der Keramik-Schichtung und Ausarbeitung, der Aufbereitung von Gipsstümpfen oder Abutments, bis hin zur Ausarbeitung von lasergesinterten Metallen. Darüber hinaus hat mir das EASY view 3D die Möglichkeit eröffnet, Vorzüge und Mängel der Abdrücke oder Modelle zu sehen und Bilder oder Videos des betrachteten Objekts mit meinen Kunden aus anderen Regionen zu teilen, um in Echtzeit darüber zu diskutieren (meine Kunden sind von Nord- nach Süditalien verteilt).

2

3

Jedoch hören die Vorzüge des Video-Mikroskops EASY view 3D damit nicht auf. Für eine perfekte Ausarbeitung erlaubt die optimale Tiefenschärfe ganz tief in das Kroneninnere zu schauen. Die Beleuchtung folgt dem Sichtfeld und verursacht keine Schatten, somit bleibt die Sicht immer perfekt klar. Die dreidimensionale Betrachtungsweise, die eine optimale Hand-Augen Koordination ermöglicht, hilft mir beim Modellieren. Ich kann dadurch die farbigen Wachse meines Freundes August Bruguera mit höchster Präzision anbringen und somit die gewünschten Effekte erzielen. Nicht selten werden Bilder des Wax-Ups dann dem erstaunten Patienten gezeigt, der auf diese innovative Art die für ihn geplante Arbeit vergrößert sehen kann.

Meiner Meinung nach bringt die Arbeit unter Vergrößerung am 3D-Videoskop insbesondere bei der Keramikschichtung die größten Vorteile: Dank EASY view 3D ist es nun möglich, die modellierfähige Keramik, zum Beispiel durch die Platzierung von Mammelons in verschiedenen Farben und an unterschiedlichen Positionen, zu bearbeiten. Das Erzielen von erstaunlichen Effekten ist nun möglich, weil kleinste Details sichtbar werden. Auch beim Aufbau von Kauflächen ermöglicht die Dreidimensionalität und Tiefenschärfe das Erstellen von sehr realistischen Modellationen.

4

5

Die Anschaffungskosten können ein möglicher Einwand seitens des zahntechnischen Labors sein, oder aber ich bin als guter Zahntechniker nicht davon überzeugt, dass ein solches Video-Mikroskop die Qualität meiner Arbeit erheblich verbessern kann. Diese Argumente kann man teilen, jedoch viel wichtiger scheinen mir die Gründe zu sein, die mich zum Kauf des Gerätes bewegt haben. Im meinem Labor arbeiten 5 Techniker:

1. Da ich an CAD/CAM glaube, und mit dem Nutzen dieser digitalen Technologie meine Wettbewerbsfähigkeit in den letzten neun Jahren gesteigert habe, kann ich auch den hohen Mehrwert von EASY view 3D in jeder Prozessphase anerkennen.
2. Weil ich eine klare Kommunikation mit meinen Partnern wünsche, kann ich dank hochaufgelösten Aufnahmen meine Kommunikation effizienter gestalten.
3. Wenn ich an meine Gesundheit denke, arbeite ich lieber ergonomisch.
4. Wenn meine Partner von mir denken, meine Arbeit sei professionell, und ich selber sei offen gegenüber Innovationen, wird die Verwendung des Gerätes dieses Image unterstreichen.
5. Weil ich während meines Berufslebens viele Veränderungen mitgemacht habe, möchte ich nun solche Innovationen nutzen und zwar als Vorreiter.

Als Schlusswort möchte ich Charles Robert Darwin zitieren:“ „Es ist nicht die stärkste Spezies, die überlebt auch nicht die intelligenteste sondern eher diejenige, die am ehesten bereit ist sich zu verändern.“ Obwohl ich diesen Beruf seit vielen Jahren ausübe, sind meine Gedanken und mein Herz offen für die Veränderungen der Zukunft. Ich bin gerne bereit zu investieren, um mit meinem Wunsch, gut zu Leben und zu arbeiten, zu meinem und zum Wohle der Patienten, die mir von meinen Kunden anvertraut werden, im Einklang zu sein.

Please like & share:

Guido Testa wurde 1958 in der Provinz Varese in Italien geboren. 1977 absolvierte er seine Meisterprüfung in Mailand und wurde Besitzer eines Labors in Busto ...

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


6 + = acht

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>