Renfert Flashlight – Die neue Blogkolumne von Jürgen Pohling

Heute laden wir Sie zu einem Blick über den Tellerrand ein. Erstmals kommt unser neuer Gastautor Jürgen Pohling zu Wort. Der Berater für Dentale Kommunikation & Marketing wird zukünftig mit seiner “Blogkolumne” Renfert Flashlight verschiedenste Themen aus dem weiten Spektrum der Zahntechnik beleuchten.

Analoge und digitale Zahntechnik gehört zusammen

Analoge und digitale Zahntechnik gehört zusammen

Die analoge und digitale Zahntechnik gehören zusammen – dies wurde im Laufe des Jahres 2015 in vielen Variationen von vielen Referenten auf vielen Podien herausgestellt. In zahlreichen Beispielen zeigten sie, wie ideal sich traditionelle manuell geführte analoge Instrumente und Geräte, mit digitalen Modul- und Systemanwendungen zeitgemäß ergänzen können. Denn ob Prothetikplanung oder Modellfertigung, ob Restaurationsdesign sowie Gerüst-, Monostruktur- und 28er-Fertigung oder Verblendung: Vielfach macht erst ergänzendes analoges Hand-Werk aus digital gefertigten Objekten funktionell und ästhetisch vollwertige Restaurationen.

Und anders als oftmals in der Vergangenheit geschehen, wird heute nicht mehr jeder Restaurationsauftrag in eine digitale Fertigung gezwängt, wenn er sich mit analoger Technik schneller herstellen lässt. Stellvertretend für viele Referenten soll dazu das Vorgehen des Berliner Zahntechnikermeisters Andreas Kunz genannt werden. Kunz prüft vor Ausführungsbeginn jedes Auftrages, mit welcher Technik sich dieser ökonomisch am Besten fertigen lässt. Ökonomisch meint hier sowohl das zeitliche wie wirtschaftliche Ergebnis – bei identischer Fertigungsqualität. Privatdozent Dr. Jan-Erik Güth und ZTM Josef Schweiger (beide München) drücken es so aus: „Wir sollten nicht versuchen analoge Verfahren digital zu kopieren, sondern lernen den Mehrwert zu nutzen, den uns digitale Technologien bieten!“

Damit bringen die Herren auf den Punkt, wie „Zahntechnik heute“ geht: Das zwischen Patient, Zahnarzt und Labor abgestimmte Restaurationsergebnis wird durch die sinnvolle Nutzung – und gegebenenfalls Kombination – aller zur Verfügung stehenden Techniken und Werkstoffe erzielt. War es in analogen zahntechnischen Zeiten klar, wie Restaurationsfertigungen ablaufen, so sollte heute bei den hinzugekommenen digitalen Möglichkeiten die Planung dieses Weges „ein Muss“ sein. Gleich, ob das CAD/CAM-gestützte Arbeiten mit einem kompletten Fertigungssystem oder mit einem Scanner als Einzelkomponente erfolgt – und hierbei die Gerüstherstellung mit einem Partnerlabor oder (dental) industriell erzielt wird.

Silent compactCAM Absaugung für CAM Anlagen

Natürlich, bei manchen Werkstoffen, die für die Restauration vereinbart wurden, ist dieser – zumeist digitale – Fertigungsweg schon vorgegeben, wie beispielsweise bei Zirkoniumdioxid oder Hybridkeramiken. Wurden jedoch bspw. Lithium-Disilikat-Glaskeramik oder zirkonverstärkte Lithiumsilikate ausgewählt, bieten sich die Prozesse des digitalen Fräsens / Schleifens und des analogen Pressens an. Nebenbei bemerkt: Auch die Option des keramischen Überpressens von (keramischen) Gerüsten kann fallweise zielführend sein.

Für patientenindividuelle Restaurationen stehen der Zahntechnik so viele Werkstoffe sowie Design- und Fertigungsoptionen zur Verfügung, wie nie zuvor. Mit Varianten des Trendwerkstoffs „Kunststoff“, ergänzenden Softwareentwicklungen sowie dem 3D-Druck kommen weitere hinzu.
Zahntechnikerinnen und Zahntechniker die sowohl die analoge wie die digitale Zahntechnik beherrschen, werden in der Lage sein, alle klassischen und modernen Werkstoffe und Verfahren aufs Beste zu kombinieren.

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Jürgen Pohling ist Berater für Dentale Kommunikation & Marketing. Durch seinen beruflichen Werdegang verfügt er über langjährige Erfahrung in ...

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