Für die Politur und das Finishing sowohl von einzelnen Elementen als auch von Brücken aus Vollkeramik und Metall verwendet unser Labor seit Jahren Produkte und Geräte von Renfert.

Der Kauf einer Sirona CAD/CAM Einheit, mit der wir die Bandbreite gefertigter Materialien um Lithiumdisilikat, Zirkondioxid und lasergesintertes Crom-Cobalt erweiterten, brachte die Frage auf, mit welchen Prozessen und Materialien wir unsere hochwertigen Arbeiten perfekt vollenden können. Würden die bisher bewährten Produkte diesem Anspruch noch gerecht werden? Nachfolgend lesen Sie unsere Erfahrungen.

Lithium-Disilikat

Für das Finishing vom Lithium-Disilikat verwenden wir folgende Renfert Produkte: die Diamantscheibe ›Dynex Brillant‹ um die gefräste Arbeit vom Block zu trennen, das Okklusionsspray ›Occlutec‹, um die Störkontakte zu kontrollieren und den Polierer ›Polisoft A‹, um die Arbeit zu polieren.

Das ist unsere Vorgehensweise:

  1. Mit ›Dynex Brillant‹ und einem feuchten Schwamm separieren wir den Zahn vom Block aus Lithium-Disilikat.
  2. Mit der wassergekühlten Turbine und einer feinverzahnten Diamantfräse adaptieren wir mithilfe des Kontaktsprays den Zahn auf dem Stumpf.
  3. Nach der Politur der größeren Flächen wird, mit der birnenförmigen Diamantfräse für Keramik ›Italcos PD 10 E‹, die Okklusion überprüft.
  4. Der Polierer ›Polisoft A‹ ist äußerst vielseitig. Durch das Beschleifen zur Linsenform wird eine präzise Politur von Oberflächen und die materialschonende Erstellung der Makrotextur, der Höcker oder anderer markant geschliffener Oberflächen ermöglicht.

Das Lithium-Disilikat erhält eine wesentlich homogenere Oberfläche, dessen positive Wirkung erst nach dem Sintern noch deutlicher hervortritt. Mit dem Auftrag von Farben und Shades wird, selbst bei hohen Anforderungen, ein perfektes Ergebnis erzielt.

 

e.max und Zirkon

In einem kleinen Exkurs möchte ich nun auf die Keramik eingehen, die wir im Labor verwenden. Wir verblenden die Zirkongerüste mit ›IPS e.max‹ Keramik, die von den Zahnärzten mit denen wir zusammenarbeiten, auf Grund der ästhetischen Qualität sehr geschätzt wird. Diese Keramik verleiht den Restaurationen Natürlichkeit, Vitalität und Transluzenz ähnlich den natürlichen Zähnen  und ist ein wichtiger Faktor unseres Erfolgs während der letzten drei Jahre.

Weiterhin schätzen wir den präzisen und feinen Schnitt der Diamantscheibe ›Turbo-Flex S‹ (Abb. 3, 4) bei Zirkonelementen, die vor dem Sintern von den Blöcken separiert werden. Mehrgliedrige Brücken, aus 85/40 Zirkonblöcken gefräst, werden erst nach dem Sintern mit der Diamantscheibe ›Dynex Brillant‹ vom Block getrennt (Abb. 1, 2). Diese Scheibe wird mit der Technik des  feuchten Schwamms ›nass‹ verwendet (Abb. 5) und dank ihrer Flexibilität und Widerstandskraft ist sie ideal für die Bearbeitung von Interdentalräumen. Die Nasstechnik vermeidet das Überhitzen des Materials, dazu führen wir die Trennscheibe gleichzeitig über die zu trennende Verbindung und über einen nassen Schwamm.

 

Zirkon in sichtbaren Positionen

In den Fällen, in denen wir Zirkon für sichtbare Bereiche bearbeiten (Okklusal- oder Palatinalflächen, Verstärkungsränder, Verbindungsbereiche) polieren wir das Material in wenigen und einfachen Schritten:

  1. Mit einer Wasserturbine und Diamantfräser in Flammenform verfeinern wir die Okklusalfurchen, Verstärkungsränder und Verbindungen.
  2. Mit einem birnenförmigen Schleifkörper aus Aluminiumoxid glätten wir die ausgedehnten Flächen wie die Palatinalflächen.
  3. Zum Schluss werden alle sichtbaren Bereiche mit dem ›Polisoft-Polierer‹ poliert. Dieser wird zuerst linsenförmig beschliffen, dann mit ›Kohinoor-Paste‹ versehen um bei niedrigen Umdrehungen alle Oberflächen zu behandeln. Es entsteht ein perfektes Ergebnis mit glatten, glänzenden Flächen, die Plaque weniger Angriffsfläche bieten.

CoCr

Auch im Fall von lasergesintertem und gefrästem CoCr sowie Stegen und Toronto-Brücken erhalten wir zeit- und kostensparend glatte Oberflächen durch das Polieren der Ränder mit ›Polisoft A‹, das Vorpolieren mit ›Bison-Bürsten‹ mit der Polierpaste ›Saphir‹ und die anschließende Hochglanzpolitur mit einer montierten Baumwollscheibe und ›Saphir‹.

Kontakterkennung

In der Vergangenheit habe ich viele Okklusionssprays ausprobiert, aber der direkte Vergleich mit dem ›Occlutec-Spray‹ zeigt folgende Vorteile auf:

  1. Nach Beendigung der Arbeit lässt es sich sehr leicht entfernen, ohne farbige Markierungen auf dem Gipsmodell zu hinterlassen (fertige Arbeiten auf verfärbten Modellen zu übergeben habe ich nie gemocht).
  2. Es lässt sich wunderbar verarbeiten und die Pulverbeschichtung ist so dünn, dass die Stumpfabmessungen nicht verfälscht werden.
  3. Der hohe Gasdruck im Behälter erlaubt eine optimale Sprühtechnik. Es ist nicht nötig den Stumpf mehrmals zu behandeln, was eine präsizionsgefährdende ›Zwiebelwirkung‹ mit Beeinträchtigung der Passung zur Folge hätte (ich möchte hier nicht an die Passivität der Friktion von Zirkon und Disilikat auf dem Stumpf erinnern).
  4. Außerdem ist ›Occlutec‹ gut geeignet, um die Approximalkontakte einzustellen, zur Bearbeitung der Zwischenglieder mit gewebestützender Keramikauflage und für die Adaptierung der Gewebeanteile
    von implantatgetragenen Kronen, um ein optimales Emergenzprofil zu erhalten.

Fazit

Abschließend kann ich bekräftigen, dass ich auch in Zukunft Renfert-Produkte weiter verwenden werde. Die Produkte sind zuverlässig und auch in Bezug auf die Anwendung mit neuen Materialien technisch ausgereift. ›Polisoft A‹ haben wir früher für ›Empress‹ und für Metall verwendet und heute zusätzlich für Lithiumdisilikat, Zirkon, gefrästes und lasergesintertes CoCr. ›Kohinoor- Polierpaste‹, früher ideal für die Keramikpolitur, ist heute optimal für Zirkon. Es gibt aber auch Neuprodukte wie die ›Dynex Brillant‹ welche optimale Leistungen mit den neuen Keramiken zeigt oder die ›Silikonscheibe‹ Art.Nr. 86 0000, die sowohl für Zirkon als auch für Disilikat und ›IPS e.max‹ Keramik verwendet werden kann.

Dies alles zeigt mir, wie ein modernes Unternehmen auf die aktuellsten Anforderungen des Marktes und die Kundenbedürfnisse eingehen kann. Durch die Überarbeitung vorhandener und durch die Ergänzung um neue Produkte ermöglicht Renfert seinen Partnern eine optimale Verarbeitung von neuen Werkstoffen und hilft uns somit optimale Produkte herzustellen.

Wir wünschen uns, dass Renfert den bewährten Weg fortsetzt, uns neue, qualitativ hochwertige Geräte und Gebrauchsmaterialien anzubieten sowie bewährte Produkte an die Werkstoffe von morgen anzupassen.

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Guido Testa wurde 1958 in der Provinz Varese in Italien geboren. 1977 absolvierte er seine Meisterprüfung in Mailand und wurde Besitzer eines Labors in Busto ...

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